Beschreibung:
Ein tief unterirdisch wachsendes Rhizom treibt im Frühjahr
aus, die Blätter entspringen nur dem unteren Stengelabschnitt,
sind lang und schmal, rinnig und hüllen mit ihren Spitzen
die Blütenstände ein, die selber unbeblättert
sind. Die Blüten sind schneeweiß, öffnen sich
bei hinreichender Belichtung. Die Lippe trägt einen dottergelben
Fleck an der Spitze. |
Verbreitung:
Vom Untergrund her tolerant, daher auch auf saurem Untergrund
zu finden. Im mittleren Deutschland zwar verbreitet, aber erheblich
seltener als Cephalanthera damasonium. Auffällig
ist die Tatsache, daß sie im Süden einen guten Fruchtansatz
zeigt, in Thüringen und Hessen z.B. aber nur geringen Fruchtansatz
zeigt. |
Gefährdung:
Eine besondere Gefährdung besteht nicht, allerdings sind
die häufig nur sehr kleinen Vorkommen im mittleren Deutschland
immer leicht von der Vernichtung bedroht, wenn lokale Waldbaumaßnahmen
vorgenommen werden. |
Bemerkungen:
Meist zeigen die Blätter eine mehr oder minder zweizeilige
Anordnung. Gelegentlich findet man auch Pflanzen, die wirtelig
angeordnete, vergrößerte, nach unten überhängende
Blätter tragen. |
Pflanzengruppe aus Thüringen, Biotop
bei Tatzelwurm in Bayern. |

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