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Die vielleicht prächtigste Orchidee in Deutschland
ist der Frauenschuh. Er besiedelt auf kalkreichem Untergrund
sehr lichte Waldregionen, nimmt die Beschattung zu, blüht
er zunächst nicht mehr, die Pflanzen werden immer kleiner
um schließlich auszubleiben. Er ist die einzige Orchidee,
bei der das rücksichtslose Ausgraben der Rhizome in vielen
Gebieten zu einem drastischen Rückgang der Bestände
geführt hat. Als Waldart sollte er eigentlich hinreichend
große, potentielle Biotope haben. Allerdings haben Änderungen
der Waldnutzung, besonders das über Jahre praktizierte Aufforsten
mit schnellwüchsigen, sehr dicht gepflanzten Monokulturen
aus Fichten der Art den Lebensraum beschitten.
Immerhin weist die Verbreitungskarte
aus, daß er noch keinem größeren Gebiet völlig
fehlt. Erfreulich ist die Tatsache, daß es in manchen Mittelgebirgslagen
Thüringens und Baden-Württembergs noch wirklich große
Bestände vorkommen. In den Alpen steigt er bis über
1800 m, ist hier z.B. in lichten Schluchtwäldern relativ
häufig. |
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