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Dactylorhiza maculata (L.) Soó
Geflecktes Knabenkraut |
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Beschreibung:
Stark gefleckte Blätter am Stengel verteilt, meist unten
etwas gehäuft. Form schmal oval. Blütengrundfarbe weiß
bis rosa, Lippe in der Regel mit rotvioletter Linienzeichnung.
Helm aus mittlerem Sepalum und Petalen, seitliche Sepalen stehen
zur Seite ab. Sporn etwa so lang wie der Fruchtknoten, dünn,
abwärts gebogen. |
Verbreitung:
Eine der häufigsten Dactylorhiza-Arten. Vor Allem
in den Mittelgebirgen annähernd flächendeckend verbreitet.
Die Gebiete ohne Nachweis eines Vorkommens dürften zumindest
teilweise einfach Kartierungslücken darstellen. |
Gefährdung:
Eine besondere Gefährdung besteht nicht zumindest in den
Mittelgebirgen nicht. Die Vorkommen im norddeutschen Tiefland
sind durch Verlust ihrer Biotope aber stark geschwunden. Ebenso
sind Randsippen wie z.B. var. psychrophila in ihrem kleinen
Verbreitungsgebiet selten und solten speziell geschützt
werden. |
Bemerkungen:
Die große Varianz der Art hat zur Beschreibung zahlreicher
Unterarten und Varianten geführt. |
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Blütenähren der typischen Form,
Hessen |
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Es wurden eine ganze Reihe von Unterarten und Varianten
beschrieben. Die Nordostbalkan-Sippe strahlt in Form der subsp.
transsylvanica bis nach Sachsen aus. Sie ist gekennzeichnet durch
nur wenige kleine Blätter am Grund, weiße Blüten
kommen oft vor. Aus dem Grenzgebiet zwischen Niedersachsen und
Holland wurde subsp. elodes beschrieben. Der Locus classicus
im Bourtanger Moor existiert nicht mehr, die noch existierenden
Abbildungen von dort erinnern von den Blüten her am ehesten
an die Dünensippen an der Küste der Nordsee, die aber
wiederum im Habitus viel gedrungener sind. Von den westfriesischen
Inseln wurden solche Sippen als var. podesta beschrieben.
Weiterhin wachsen in den norddeutschen Mooren, soweit sie noch
nicht vernichtet wurden, zierliche Pflanzen, die dem Typ der
subsp. ericetorum entsprechen, die auf den britischen
Inseln, Irland und auch in Schweden in vergleichbaren Hochmoorbiotopen
vorkommen. Über Jahre wurde immer wieder versucht, eine
Trennung der Stammsippe in eine subsp. fuchsii und eine subsp.
maculata irgendwie zu begründen: alle vorgeschlagenen trennenden
Merkmale haben sich letzlich als nicht stichhaltig erwiesen.
Die Untersuchungen mit Hilfe der Molekulargenetik haben die Verwirrung,
die in diesem Komplex herrscht, eher noch erhöht (siehe
Kapitel Genetik). Faßt man alle diese Fakten zusammen,
bleibt eigentlich nur, diese verschiedenen Formen als ökologische
Anpassungen einer ansich schon sehr variablen Art aufzufassen. |
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