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Die botanische Kartierung hat in Deutschland
eine sehr lange Tradition, die bis in das späte Mittelalter
zurückreicht. Erfolgte die Beschäftigung mit der Natur
anfänglich wohl meist aus praktischen, überwiegend
pharmazeutischen Gesichtspunkten, traten später zunehmend
der Wunsch nach dem Verstehen der Zusammenhänge in der Natur
in den Vordergrund, es wurde versucht, Verwandtschaftsbeziehungen
zu ergründen, die in das noch heute gültige System
der botanischen Nomenklatur mündeten, das Graf Linné
im 18. Jahrhundert aufgebaut hat. Logischerweise wurden dabei
auch die vorkommenden Orchideen berücksichtigt, in den botanischen
Archiven Deutschlands sind tausende von Exponaten und Literaturstellen
zu finden, die Hinweise auf Wuchsorte dieser Pflanzen liefern.
Mit der Gründung der Arbeitskreise Heimische Orchideen in
den einzelnen Bundesländern, die in den 70er Jahren des
20. Jahrhunderts begann, konstituierten sich Organisationen,
die sich speziell mit dieser Pflanzengruppe beschäftigten.
Die Auswertung der historischen Angaben zusammen mit der kontinuierlichen
Erfassung der aktuellen Vorkommen liefern die Basis für
die in Arbeit befindliche große Zusammenfassung der Verbreitung
der Orchideen in Buchform (siehe rechts).
Um allen Interessierten schon jetzt einen
Überblick über den aktuellen Stand der Datenerfassung
(31.12.2000, etwa 350000 Meldungen) zu ermöglichen, gleichzeitig
eine Übersicht der aktuellen Systematik der Orchideen zu
geben, wurden diese Seiten erstellt.
Neben Verbreitungsübersichten für
alle Arten auf der vereinfachten Basis der ganzen Meßtischblätter,
wird eine Einführung in Taxonomie und Systematik unter Berücksichtigung
der neusten molekulargenetischen Befunde dargestellt. |
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Vorbereitung !
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