Beschreibung:
Kräftige Stendelwurz, bis weit über 1 m hoch, Stengel
kahl, Stengelblätter breit oval, unten am Stengel angeordnet,
Blüten in den Achseln kleiner, lanzettlicher Tragblätter.
Blüten meist weißlich grün mit rötlichem
Anflug auf Lippe, allogam, d.h. mit funktionierender Klebdrüse,
Epichil herzförmig mit nach hinten geschlagener Spitze,
an der Basis mit dunkler gefärbter Schwiele. |
Verbreitung:
Waldart, wo sie an lichten Stellen z.B. am Waldrand vorkommt.
Durch Rehverbiß kommt oft nur ein kleiner Prozentsatz noch
zur Blüte. Vom Untergrund her relativ anspruchslos, auch
auf saurem Grund. Eine der häufigsten Arten. |
Gefährdung:
Keine relevante Gefährdung bekannt, sie ist nicht selten
auch in Parks und auf Friedhöfen zu finden. |
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Bemerkungen:
Auffällig sind eine ganze Reihe auffälliger Wuchsformen,
die an extremen Wuchsorten auftreten. Auf Bleihalden und auch
auf Untergründen, die durch verschiedene Chemiebelastungen
beeinträchtigt werden, treten Habitus oder auch Blütenstruktur
betreffende Monstrositäten auf.
Um eine ökologische definierte Sippe scheint es sich
bei der nachstehend gezeigten subsp. distans (C. Arvet-Touvet)
Engel & Quentin zu handeln, die früher und insbesondere
in trocken-warmen Arealen wächst. |
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Ganze Pflanzen |
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Pflanzengruppe, Einzelblüten mit Bestäuber
(Wespe) und Besucher (Schwebfliege), Blütenstandsausschnit
einer Farbvariante.
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Aus den Südwestalpen wurde eine thermophile
Variante der Art beschrieben. Auch in Deutschland mehren sich
die Funde ähnlicher Pflanzen, vor Allem in Bayern. Ob es
sich hier um einen reinen Ökotypus handelt, oder ob man
hier doch eine andere Bewertung vornehmen muß, müssen
weitere Untersuchungen zu Ökologie und Verbreitung klären.
Probleme bereitet zusätzlich die Tatsache, daß die
aus Süd-Österreich beschriebene E. orbicularis
mit dieser Sippe synonymisiert wurde - es sei dahingestellt,
ob dies sinnvoll ist. Möglicherweise existieren einfach
2 verschiedene Sippen. |
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