Beschreibung:
Bodenständig Rosette aus sehr schmalen, lanzettlichen, grasartigen
Blättern. Pflanzen zierlich, subsp. austriaca etwas
kräftiger als subsp. rhellicani. Blüten mit
nach oben weisender Lippe, Farbe aller Kronblätter bei subsp.
austriaca normal rubinrot, bei subsp. rhellicani
dunkel schwarzrot, gelegentlich gibt es aber bei beiden Unterarten
hellere Farbvarianten. Die beiden Unterarten zeigen unterschiedliche
Blütengrößen (austriaca > rhellicani), ansonsten
unterscheiden sie sich in der Sexualbiologie (weitere
Unterschiede siehe AHO-Bayern): subsp. austriaca ist
apomiktisch, d.h. die Samen entwickeln sich ohne jede ohne Befruchtung,
während subsp. rhellicani zwar auch autogam ist,
aber noch funktionsfähige Sexualorgane entwickelt. Der Blütenstand
ist bei subsp. austriaca breit, halbkugelig, während
er bei subsp. rhellicani länglich oval, nach oben
hin kegelig zugespitzt ist. |
Verbreitung:
Verbreitet in den Alpen, wobei keine konkreten Unterschiede für
die beiden Unterarten zu erkennen sind. Ein kleines Restvorkommen
auf dem Feldberg/Schwarzwald (ob noch?). |
Gefährdung:
Bleiben die alpinen Matten intakt und bewirtschaftet, besteht
keine Gefährdung. |
Bemerkungen:
Die oben dargestellten morphologischen Unterschiede sind sicher
sehr gering, die bisherigen genetischen Analysen erbrachten keinen
relevanten Unterschied. Auffälliger ist der Unterschied
in der Blütezeit: subsp. austriaca blüht erheblich
früher, etwa zusammen mit G. rubra oder G. lithopolitanica
(Syn: G. widderi), jedenfalls früher als subsp.
rhellicani, dazwischen liegen gut 14 Tage. |
rechts: Habitus von subsp. austriaca,
unten hellblütige Variante von subsp. rhellicani. |
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