Beschreibung:
Bodenständige Rosette aus grünen Blättern, die
häufig, aber nicht immer dick schwarz gefleckt sind, manchmal
auch eine feine schwarze Strichelung haben. An der Helmbildung
sind nur Petala und das mittlere Sepalum beteiligt, die seitlichen
Sepalen stehen seitlich ab, bei subsp. mascula stark nach
hinten geschlagen, bei subsp. signifera nach seitlich
mit nach vorn gerichteten, verlängerten Spitzen. Blütenfarbe
rosa- bis rotviolett, Sporn lang, steil aufwärts gerichtet,
länger als der Fruchtknoten. |
Verbreitung:
Häufigste Orchis-Art in Deutschland. Sie tritt in
zwei Unterarten auf, von denen die subsp. mascula an Kalk
gebunden ist, während die subsp. signifera auch sauren
Untergrund toleriert. Etwa nördlich der Donau kommt nur
subsp. mascula vor. Insgesamt fehlt sie keinem zusammenhängendem
Gebiet. |
Gefährdung:
Sie besiedelt Halbtrockenrasen, extensive Wiesen, Streuobstwiesen,
auch lichte Wälder, ist relativ anpassungsfähig. Trotzdem
gehen auch bei dieser Art Wuchsorte verloren, wenn ihre Habitate
verändert werden. |
Bemerkungen:
Die Unterschiede zwischen den beiden Unterarten sind relativ
gering. Erschwerend kommt hinzu, daß die natürliche
Varianz sich auch in den beschriebenen Unterschieden in der Ausbildung
der seitlichen Sepalen bemerkbar macht und diese nicht immer
so klar hervortreten läßt, bzw. bei subsp. mascula
manchmal Anklänge an subsp. signifera ausbilden läßt. |
Blütenstände: oben rechts subsp.
mascula, unten weiße Var. von subsp. signifera |
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