Beschreibung:
Schlanke, meist nur 10-20 cm hohe Pflanze. Sie hat einen Lebensrhythmus,
der erheblich von denen aller anderen Orchideen abweicht. Im
Sommer treibt zuerst der Blütenstand, zur Blütezeit
(normalerweise Anfang August) erscheint neben dem Blütenstengel
die Blattrosette, die dann durch Herbst und Winter hindurch wächst,
um dann im Frühjahr zu verdorren. Sie ist weit verbreitet,
besiedelt oberflächlich versauerte Gebiete über kalkhaltigen
Grund. Bemerkenswert ist die riesige, rübenförmige
Knolle der kleinen Pflanze. |
Verbreitung:
Der aktuelle Rückgang dieser Art in Deutschland ist extrem
hoch, sie hat die meisten ihrer ehemaligen Wuchsorte verloren,
wie die Verbreitungskarte ausweist. |
Gefährdung:
Ihr Rückgang scheint zumindest teilweise direkt an den Rückgang
der Schäferei gebunden zu sein. Sie ist im Mittelmeergebiet
oft in offenkundig stark überweideten Gebieten zu finden,
wo die Rosetten auf sonst völlig vegetationslosem (kahlgefressenem)
Grund überdauern. Sie ist wahrscheinlich äußerst
konkurrenzschwach, gleichzeitig aber an eine eher hohe Nährstoffversorgung
im Grund angewiesen, so daß man sie im Mittelmeerraum z.B.
an Viehauftriebplätzen findet. |
Bemerkungen:
Sie verblüht rasch, zeigt +/- vollständigen Fruchtansatz. |
Rechts Blütenstände. |

|
|