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Beschreibung:
Pflanze mit bodenständiger Rosette. Am Stengel blühen
nacheinander insektenähnlich gestaltete Blüten auf.
Die Sepala sind grün, stehen nach außen, die Petala
sind zu an Insektenfühler erinnernde braune Spieße
umbebildet, die Lippe ist im Normalfall schwarzbraun, manchmal
gelb gerandet, dreilappig mit schwach behaarten Seitenlappen
und einem samtig behaarten Mittellappen, der nach vorn nochmals
2-geteilt ist. Wächst auf Halb-Trockenrasen über basischem
Grund, auch in lichten Kiefernwäldern. In bodensauren Gebieten
fehlt sie völlig.
In den Kalkgebieten Deutschlands in zusagenden Biotopen noch
häufig, seltener nur in den ausgesprochenen Wärmeinseln,
mangels Kalk im Untergrund fehlt sie im norddeutschen Tiefland.
Solange ihre Lebensräume erhalten werden, besteht keine
Gefährdung.
Relativ unscheinbare Art aus der artenreichsten Gattung der
Orchideen Europas. Wie bei den meisten Ragwurzarten in Südeuropa
werden Pheromone, Sexuallockstoffe gebildet, die Lippe ihrerseits
bildet durch ihre Form Schlüsselreize (wie sie sonst die
Weibchen der betreffenden Arten besitzen) für die bestäubenden
Grabwespen-Männchen (Bilder siehe Deutschlandübersicht)
nach. Diese versuchen die Begattung des vermeintlichen Weibchens,
bekommen dabei die Pollinien (als selbstklebende, gestielte Päckchen)
übertragen oder übertragen bereits angeklebte Pollinien
auf die Narbe, vollziehen dadurch die Befruchtung. Man kann von
einem Sexual-Parasitismus sprechen.
weitere Bilder in
der Deutschlandübersicht |